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| Tierquäler verletzt Pferd |
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Quelle: http://www.rp-online.de
Jüchen (RP) In Hackhausen geht die Angst um, das ein Pferdeschänder sein Unwesen treiben könnte. Am Wochenende wurde ein Tier so schwer im Genitalbereich verletzt, dass Veterinäre um das Leben von Aldaran kämpfen müssen.
Einen grausigen Fund hat Carina Steuermann am Sonntagmorgen gemacht. Die 19-Jährige wollte nach ihrem Pferd Aldaran sehen, das in der Nähe des Friedhofs auf einer Wiese stand. Doch das Tier lag dort in einer für Pferde ungewöhnlichen Lage auf dem Boden. „ Er hat noch versucht aufzustehen, als er mich erkannt hat“, erzählte die junge Frau gestern. Doch das Tier habe nur noch ein kurzes Brummen von sich gegeben und sei wieder zusammengebrochen. Bei genauerem Hinsehen bemerkte Carina Steuermann das viele Blut: Unbekannte hatten dem Pferd mit einem Gegenstand tiefe Schnittwunden im Genitalbereich zugefügt, was später auch die behandelnden Ärzte bestätigten. Aldaran blutete noch stark, als Carina Steuermann ihn gegen 10 Uhr am Sonntagmorgen fand. Eine Bereitschaftsärztin wurde gerufen, das Tier umgehend in eine Tierklinik gebracht und dort operiert. Bangen um Aldaran Am Montagabend „standen die Chancen für Aldaran noch 50 zu 50“, erzählt Carina Steuermann. Doch dann sei es wieder schlechter geworden, der Darm des Pferdes habe sich entzündet. Nun bangt Carina Steuermann um das Leben ihres geliebten Vierbeiners – und fürchtet, wie auch andere Pferdebesitzer, dass ein Pferdeschänder umgehen könnte. Einen Verdacht, wer eine solche Tat verübt haben könnte, hat sie nicht. „Das kann ja im Prinzip jeder gewesen sein“, sagt die junge Frau. „Der ist aber definitiv krank im Kopf. Und das ist auch schon das zweite Mal.“ Vor drei Jahren habe es bereits einen ähnlichen Fall gegeben. „Da wurde das Pferd einer Freundin verletzt“, berichtet Carina Steuermann. In der jüngeren Vergangenheit habe es aber solche Fälle von Tierquälerei in der Gemeinde nicht gegeben, teilte die Kreispolizeibehörde gestern auf Anfrage der Rheinischen Post mit. Carina Steuermann kann indes nur hoffen, dass Aldaran wieder gesund wird. Anderen Pferdebesitzern, die nun ebenfalls um ihre Tiere fürchten, kann sie nur raten: „Die Pferde nachts reinholen.“ Auch Bewegungsmelder oder Kameras hält sie für eine, wenn auch kostspielige, Möglichkeit, die Tiere vor solchen Angriffen so gut wie möglich zu schützen. Erklären kann sie sich aber nicht, wer einem Tier so etwas hat antun kann. Denn zudem liege die Koppel, eine Wiese in Privatbesitz, auf der ihr Aldaran gestanden habe, auch nicht abseits des Dorfes. „Das ist ein Wohngebiet, da stehen Häuser drum herum“, sagt Carina Steuermann. „Wir haben auch schon bei den Nachbarn gefragt, aber keiner hat etwas gesehen.“
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